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Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Kleid

Es gibt so Tage, da kann eine winzig kleine Sache zu einer riesengroßen aufgeplustert werden. Da werden Dinge falsch verstanden, geschriebene Wörter anders interpretiert als gesagte. Am Ende sind dann alle Parteien unglücklich.

So erging es mit vor einigen Tagen. Da ich am Ende nicht unglücklich sein wollte, habe ich mir einen Anti-Schlechte-Laune Plan gemacht. Und er war genial, die dunklen Wolken wollten gar nicht erst aufziehen.

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Ich hatte mir vor einiger Zeit diesen tollen Streifenstoff bei Stoff&Stil gekauft, wohlwissend das er mal ein Kleid sein wird, ein A-Linienkleid.

Mit Gedanken im Kopf die auf leichte Weise verarbeitet werden wollten, habe ich es geschafft mir ein Schnittmuster selbst zu kreieren. Dazu habe ich als Vorlage die „Liv“ von Pattydoo genommen und fünf Zentimeter unterhalb der Achsel begonnen, die Linie sanft nach außen laufen zu lassen. Hat einwandfrei geklappt- und war leichter als gedacht.

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Für die Ärmel hatte ich nicht mehr genug Stoff, weswegen ich sie quer zum Fadenlauf zugeschnitten habe. Passt aber zum Kleid, finde ich und lockert es ein bisschen auf.

Mit roten Schuhen und Gürtel fühle ich mich heute pudelwohl und komme gar nicht dazu schlechte Grübel-Laune zu verbreiten.

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Und das Unglücklichsein hat sich gar nicht mehr an mich ran getraut.

Verlinkt zu RUMS.

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Frau Ella in Blau

Dieses Kleid habe ich schon vor einiger Zeit genäht und ich bin erst jetzt dazu es fotografieren zu lassen 🙂

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Der Schnitt ist eine pattydoo „Ella“ und ich hatte ihn mir nach langer Überlegung gekauft. Ich habe diesen Schnitt und das Lady Skater Kleid auf so vielen Blogs gesehen, dass ich mir ständig die Schnittmuster angeschaut habe. Im Grunde ähneln sich beide Schnittmuster sehr, aber doch hat jedes ihren eigenen Reiz. Letztendlich habe ich mich für eine „Ella“ entschieden, weil ich testen wollte, ob so ein ausgestellter Rockteil überhaupt was für mich ist ( und weil er günstiger war).

„Ella“ ist ein super einfacher Schnitt und die Anleitung ist, wie nicht anders bei pattydoo zu erwarten, einwandfrei. Ich habe das gesamte Kleid in Größe 36 zugeschnitten und das Oberteil um ca. 5cm verlängert, die Arme als 3/4 Ärmel verlängert. Mehr unfreiwillig, da der Stoff nicht mehr her gab.

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Mhm, ja, also so richtig zufrieden bin ich nicht. An anderen Personen hat mir der Schnitt irgendwie besser gefallen. Ich bin mir nicht sicher, ob das am Stoff/ Muster liegt oder am Schnitt. Beim nächsten Mal würde ich das Oberteil noch weiter verlängern – ich mag es, wenn die Teilung zwischen Oben und Unten etwas unter der Taille sitzt. Außerdem würde ich den Rock deutlich schmälern an den Seiten. Der ist mirdoch irgendwie zu weit. Auch ´wenn das Clou ist an diesem Schnitt- vielleicht ist es auch nur zu ungewohnt. Während des Laufens macht der so unschöne Falten. Für Luftsprünge und Juhu-Drehungen ist er dagegen einwandfrei 🙂

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Nichtsdestotrotz werde ich wohl zur Wiederholungstäterin werden. Die Schnittvorlage liegt nun vor und improvisieren und ausprobieren lässt mein Nähherz höher schlagen!

Den Stoff habe ich übrigens bei Stoffwelten gekauft.

Auf zum MemadeMittwoch.

Fanni Stitch trifft Kitsch

Wie schon beim letzten Post versprochen, zeige ich heute das Fanni Stitch Kleid nach der Vorlage von pechundschwefel. Ich habe das mittlerweile schon dreimal genäht (falls mir mal das Material ausgeht, werde ich die Kleider hier bestimmt noch zeigen). Hinterher denke ich immer, dass ich den Ausschnitt kleiner machen könnte und den Rücken schmaler. Im Spiegel sieht es gut aus, aber wenn ich so an mir runter gucke, könnte gern alles etwas enger sein. Insgesamt aber ein sau-gemütlicher Schnitt, der mich zur Widerholungstäterin macht.

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Bei dieser Variante habe ich die Taille um 6cm verlängert, in der Hoffnung, dass das Kleid hier enger sitzt. Tut es zwar auch, aber insgesamt ist es noch etwas zu weit. Ich habe nur Angst es an den Seiten noch schmaler zu machen. Nicht, das es dann zu eng wird 😉 Also lieber gemütlich.

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An den Ärmeln habe ich ein extra langes Bündchen angenäht, damit da auch mal die Hände drin verschwinden können, wenn es draußen kälter wird. Unten habe ich die Länge gelassen, die ist für mich genau richtig.

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Den Stoff habe ich beim Stoffmarkt gekauft und es ist ein dickerer, fester dunkelblauer Jersey. Dafür, dass er so günstig war ( 7€/m) ließ er sich wunderbar nähen. Er ähnelt einem Sweat ist aber noch ein Jersey. Und somit für mein Vorhaben, ein einfachen Herbstkleid zu nähen, ideal. Nur einen Ticken zu blau. Erst hatte ich überlegt mir noch silbernes Garn zu kaufen und den Halssaum damit abzusteppen. Aber ich war mal wieder zu aufgeregt und wollte das fertige Stück anziehen. Also habe ich erstmal alles mit der Ovi  und die Säume mit der Zwillingsnaht versäubert. Nachdem ich es auf der Arbeit zu einem gelben Blazer an hatte, war es mir etwas zu blau und ich beschloss mit silberner Textilfarbe das Kleid zu pimpen.

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Naja, so wirklich weiß ich nicht, ob mir das „pimpen“ gelungen ist. Die Schmetterlinge finde ich mittlerweile schon fast zu verspielt. Ich hätte natürlich das Kleid einfach in die Maschine schmeißen können, um die Farbe wieder raus zu waschen. Aber ich habs dann doch festgebügelt, weil ich fürchtete, dass die Farbe in der Maschine ungleichmäßig abgeht und ich das Kleid dann ganz in die Tonne schmeißen kann.

Mut zum Kitsch also 🙂

Auch wenn ich heute spät dran bin, schaue ich noch schnell bei RUMS vorbei.