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Grüne gute Laune

Schon im September habe ich diesen „ Happy Dots“ Stoff von enemenemeins bei lillestoff entdeckt. Die Nähbeispiele überzeugten mich sofort und ich kaufte ihn  und war mir absolut sicher ein Kleid daraus zu nähen. Doch dann kam der Herbst und mir war nicht nach fröhlichem Grün sondern eher nach gedeckten Tönen und einfarbigen Kleidern. Kurz hatte ich überlegt den Stoff anzufassen und einen Pulli für den kleinen Mann anzuschneiden. Er mochte den Stoff genauso sehr wie ich, aber aus purem Egoismus habe ich es nicht gemacht. Ich dachte, der Tag wird kommen, an dem ich Muse und die Laune habe, aus diesem Stoff ein Lieblingskleid zu nähen.

Und da ist es, Genau wie in meinen Vorstellungen. Herrlich. Grün. Gute Laune verbreitend. Schon beim Zuschnitt während der „Winterstürme“ war die graue Stimmung sofort dem fröhlichem Grün gewichen. Beim Nähen verschwand sie dann erst recht.

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Ich habe mich hier für den Wickelkleid Schnitt von Ki-ba-doo entschieden, mit kleinen Änderungen. Das Kleid hat vorn keine doppelte Stofflage, ist also nicht zum wickeln. Das Oberteil habe ich auf insgesamt 49cm verlängert. Bei den Ärmeln musste ich ein bisschen tricksen, weil der Stoff nicht mehr gereicht hat. So haben beide am Oberarm eine Ziernaht, entstanden durch die Stückelung der Stoffreste. Fällt bei den Muster nur bei ganz genauem Hinsehen auf.

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Beim ersten Probetragen am Tag nach der Näherei missfiel mir, dass beim Ausschnitt der Teil, der komplett zu sehen ist, immer wieder nach vorn fiel und unschöne Falten machte. Also habe ich im Laufe des Tages mit Stecknadeln immer wieder den Sitz optimiert- bis keine Falten mehr kamen und das ganze nicht komisch aussah. Abends habe ich den Ausschnitt an der blauen Kante am hinteren grünen Stoff per Hand (!) angenäht. Saum und Ausschnitt sind mit dunkelblauem elastischen Schrägband eingefasst.

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„Mama, ich wollte den Stoff haben“ war das einzige was der Kleine Mann zu meinem neuen Stolz sagte. Mal sehen, vielleicht kann ich die mini Reste noch für ihn verwursteln.

Ich bin jedenfalls sehr stolz auf meinen neuen Farbklecks  im Schrank und trage es heute zum ersten MeMadeMittwoch 2016 mit einem extra GuteLaune-Stolzfunkeln im Auge auf der Arbeit.

Verpaspelt

Seit langem liegt auf meiner To-Do Liste das Wickelkleid von kibadoo. Einmal habe ich es probegenäht und fand es nicht so schön, wie in den vielen Beispielen auf verschiedenen Blogs gesehen. Ich dachte, es lang an dem verwendeten Stoff (sehr elastischer Jersey) und an dem schwarzen Ovi-Garn (ich besitze nur schwarz und weißes Ovi-Garn, die anderen Farben sind immer ausverkauft, wenn ich welches kaufen will).

Also, neuer Versuch, dieses Mal aber mit den ganz kurzen Ärmeln und einem „normal“ elastischen Jersey von Stoff und Stil. Den Schnitt habe ich 1:1 übernommen, alle Teile ausgeschnitten und erstmal zwei Wochen liegen gelassen. In der Zwischenzeit wurde mir aber klar, dass ich das Oberteil ruhig zwei Zentimeter verlängern könnte, bei meiner Körperlänge von 183cm. Egal- nun war es so. Um die Pünktchen nicht so einfach daher kommen zu lassen, wollte ich auch endlich mal mit Paspeln nähen. Sieht ja immer so einfach aus- ist es eben nicht. Schon gar nicht mit einer elastischen Paspel. Beim ersten Versuch sah die Naht scheußlich aus. Also, alles wieder aufgemacht und bei You Tube Verarbeitungstipps studiert. Danach ein zweiter Versuch- schon besser.

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Ursprünglich waren an beiden Seiten des schmalen Bandes zwischen Ober- und Unterteil auch Paspeln. Ich hatte sie erst einzeln angenäht und dann mit der Ovi die jeweiligen Teile, also Oberteil mit Band, mit Unterteil, zusammengenäht. Am Ende war die Paspel nur vereinzelt zu sehen, das meiste hing zwischen den Nähten. Kurzerhand hab ich alles nochmal schmal abgesteppt um auch den letzten gelben Rest verschwinden zu lassen. Paspeln nähen muss ich nochmal an anderer Stelle üben.

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Ich hatte dann keine Lust mehr, die Ärmel zu kräuseln und hab sie einfach so gelassen, wie sie im Schnitt waren und abschließend alle Säume mit der Zwillingsnaht versäubert. An dem Tag mochte ich das Kleid gar nicht mehr sehen.

Beim Fotos machen, eine Woche später, war ich dann doch überrascht, wie hübsch es geworden ist. Zu Stiefeln wird es im Winter wohl doch nicht aussehen, aber der nächste Frühling kommt bestimmt. Das nächste Mal werde ich das Oberteil tiefer setzen und den Rock etwas schmaler unten zulaufen lassen, Der schwingt mir zu sehr.

 

Auf zu RUMS.