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Herausforderung gesucht!

Mein erstes herausforderndes Projekt in diesem Jahr. Ich kann euch sagen, das war mal ne andere Nummer. Also für mich. Schon lange hat mich die Jacke aus der Burda Easy h/w 15/16 angelacht. Und ich habe auch schon einige schöne Nähbeispiele auf verschiedenen Blogs gesehen. Lange habe ich nach dem passenden Material gesucht- bis dann endlich mein Karstadt 50% auf alle bereits reduzierte Winterstoffe hatte. Da musste ich zuschlagen.

Da ich quasi Monate der Vorbereitung hatte, ging der Mantel natürlich durch diverse Schleifen im Kopfkino. Statt des Reißverschlusses sollten er mit Knöpfen geschlossen werden, Taschen sollten dran und endlich, endlich wollte ich mich im Futternähen versuchen und ohne kryptische Nähanleitung von Burda arbeiten, sondern mit meinen Erfahrungen nähen und auf mich vertrauen.

Soweit der Plan.

Bewusst habe ich den Wollstoff nicht gewaschen, da ich fürchtete er verzieht sich zu sehr beim Waschen (grrrhhh).

Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen beim Zuschnitt, alles gaaanz akkurat. Vorn die Knopfleiste auf beiden Seiten um je 4 cm verbreitert, weil wegen den Knöpfen. Die leichte Kurve im Ausschnitt elegant mit Hilfe eines Tellers verlängert. Den Futterstoff habe ich genauso zugeschnitten, hierbei habe ich auch die 1cm breite Kellerfalte für die Beweglichkeit im Rücken berücksichtigt. Zwischen Zuschnitt und Nähen vergingen zwei Wochen, schließlich braucht dieses Projekt entspannte Nerven.

Den Mantelstoff zu vernähen war ein Traum, die Maschine ratterte durch das butterweiche Material. Ebenso beim Futter, alles so wie es sein soll. Die Blenden habe ich gleich am Futter angenäht, so wie diverse YouTube Videos es mir zeigten. Die Säume habe ich komplett – alle- mit Hexenstich vernäht. Ich- mit der Hand- absolutes Neuland. Dann wieder Pause, die Freude genießen.

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Sorry, für die Bild Qualität. Das Foto habe ich mit dem Smartphone aufgenommen

Zwei weitere Wochen später wollte ich dann doch mal fertig werden, schließlich wird der Berg Stoffe und Projektideen nicht kleiner. Da begann der Abstieg 😉 Oben passten die Blenden plötzlich nicht mehr akkurat an den Außenstoff . Fehlersuche hin oder her- ach, vielleicht irgendwie doch falsch am Futter angenäht? Alles oben aufgemacht, Blenden neu zugeschnitten, zweiter Versuch. Ne, geht immer noch nicht. Und dann- das Teufelchen „Futtern kannste nicht, mach lieber alles auf“. Teufelchen hat gewonnen. Das ganze Futter liebevoll rausgetrennt, etwas um den schönen, langgehegten, perfekten Futterstoff getrauert. die Halsausschnittblende wollte zwar jetzt immer noch nicht 100% auf den Außenstoff passen, aber nu egal. FERTIG WERDEN! Schlecht…ganz schlechter Gedanke. Böses Teufelchen.

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Es verging doch noch eine weitere Woche. Der Projektabschluss bestand aus Knöpfe annähen, Knopflöcher nähen, ach jaaaaaaa- die Taschen müssen auch noch ran. Wo ist doch gleich die Markierung? Ach- machste pi x Daumen. Und der Kleiderhaken? Tze, ätsch, vergessen! Und der ganze Mantel? Irgendwie zu lang! Fazit: Beherzt wurden mit der Zwillingsnadel die Taschen aufgenäht, was sehr gut aussieht. Danach die ganze Jacke um 6cm (pi x Daumen) gekürzt, mit der Zwillingsnadel abgesteppt ( einen erneuten Hexenstich-Abend wollte ich mir ersparen), Zwillingsnadel nach dem letzten Stich abgebrochen (wo war meine Schutzbrille?)Knopflöcher markiert und Knöpfe zur besseren Vorstellung raufgelegt. Schön akkurat raufgelegt, dass ich sie nun am rechten statt am linken Vorteil aufgenäht habe. Die Taschen hingen ungleichhöhig – mit ohne Zwillingsnadel wollte ich nicht neu nähen- gibt’s also nur noch eine Tasche.

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Und was lerne ich daraus? Vorbereitung ist das A und O. Geduld ist eine Tugend, die ich wohl niee 100% erfüllen werde, das Futter hätte drin bleiben können, mit der Nähanleitung von Burda wäre ich schon früher verzweifelt gewesen -und- es gibt einen neuen Trend: Frauenmantel mit Männerknöpfung und eintaschig 🙂

Trotz allem – das Projekt hat großen Spaß gemacht, ich habe sehr viel dazu gelernt ( z.B. weiß ich jetzt, dass man Zwillingsnadeln mit verschiedenen Nadelabständen kaufen kann) und freue mich auf ein neues, herausforderndes (Burda) Projekt. Dann endlich mit wirklichem Futter!

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Nachtrag: Wegen des nicht vorgewaschenen Stoffes traue ich mich nun nicht den Mantel bei feuchter Wetterlage zu tragen- die Angst vorm verziehen ist zu groß. Da schüttelt selbst der Lieblingsmann nur noch mit dem Kopf.

Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast!

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Verlinkt zu RUMS.

Birds flying high to the sky

0iesen wunderschönen, herrlichen, anschmiegsamen,kuscheligen, nie-wieder-ausziehen-wollen Stoff von Birch habe ich mir beim letzten Stoffmarkt gegönnt und ich wusste 120% was ich daraus machen würde wollen. Ein einfaches, herrlichen Shirt. Ok, gaanz zu Beginn sollte es eine Liv mit Rundhals von pattydoo werden. Da ich den Schnitt Samstag Abend aber noch nicht ausgedruckt hatte, mir es aber in den Finger kribbelte, beschloss ich kurzerhand einen ganz alten, von mir schon mehrmals erprobten Burda Schnitt ( 09/2011/ 108A), den habe ich bereits in zwei Shirt verwurstet, beide waren damals aus Viskosejersey ( zeige ich hier bestimmt, wenn mir mal die Nähprojekte ausgehen).

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Copyright: Burda

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Copyright:Burda

Durch diese Shirts wusste ich auch, was ich gern am Schnitt ändern würde : die Taille um zwei Zentimeter nach unten setzen und das Shirt unten etwas schmaler werden lassen, als im Schnitt angegeben; den Halsauschnitt um drei Zentimeter vergrößern, die Ärmel um mindestens 14 cm verlängern. Letzteres auch aus dem Grund, weil der Stoff (110cm Breite) nicht bis zum vorgegebenen Ärmelende reichte, zwei Zentimeter auf jeder Seite haben so gefehlt. Außerdem habe ich hinten Rücken eine zusätzliche Naht eingebaut, erstens weil ich finde, dass die Teile dann oft im Rücken besser sitzen und zweitens, weil sonst die Vögel auf dem Kopf geflogen wären 🙂

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Der Zuschnitt war schnell gemacht und zack saß ich an der Ovi. Die erste Anprobe war doch überraschend. Hatte ich doch von den Viskoseteilchen in Erinnerung, dass die recht locker saßen. Mensch, geht ja hier gar nicht, ist doch ein weniger dehnbarer Jersey nun. Aber das Shirt passte trotzdem. Ganz vorsichtig hab ich mich nach der ersten Anprobe zum Hausherren geschlichen um die erste Reaktion abzuwarten. Und siehe da, ihm fiel gleich mein Oberteil auf     “ Das sieht ja gut aus ….und so schnell fertig“. Das Grinsen auf meinem Gesicht wurde immer breiter, da ich das Shirt da bereits ins Herz geschlossen hatte. Also fix zur Maschine zurück, Bündchen ausgemessen und dann den Beleg für den Halsausschnitt.

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Hier wollte ich dieses Mal kein „typisches“ Bündchen, sondern einfach einen ordentlichen Saum. Das habe ich mal bei einem Kleid vernäht und wollte es wieder probieren. Es steht leider von innen etwas ab und ich habe nachträglich Formband untergebügelt. Bei solchen zukünftigen Aktionen werde ich mir merken, immer zuerst Formband einbügeln, dann stimmt es auch sofort und nicht erst nach 1000mal glatt bügeln und dann Mini-Schnipsel-Vlieseline ausschneiden und vorsichtig drunterlegen und so bügeln, dass kein Formband unten rausguckt oder am Bügeleisen klebt.

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Tja, ich kann mich nur wiederholen. Ich liebe das Shirt und habe es stolz und mit einem breiten Grinsen heute auf der Arbeit ausgeführt. Was habe ich mich über jeden Blick auf mein Shirt gefreut. Es wird Zeit, dass meine Labels kommen. So langsam traue ich mich, diese sichtbar auf der Kleidung anzubringen.

Das war´s für heute.

verlinkt zum MMM