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Birds flying high to the sky

0iesen wunderschönen, herrlichen, anschmiegsamen,kuscheligen, nie-wieder-ausziehen-wollen Stoff von Birch habe ich mir beim letzten Stoffmarkt gegönnt und ich wusste 120% was ich daraus machen würde wollen. Ein einfaches, herrlichen Shirt. Ok, gaanz zu Beginn sollte es eine Liv mit Rundhals von pattydoo werden. Da ich den Schnitt Samstag Abend aber noch nicht ausgedruckt hatte, mir es aber in den Finger kribbelte, beschloss ich kurzerhand einen ganz alten, von mir schon mehrmals erprobten Burda Schnitt ( 09/2011/ 108A), den habe ich bereits in zwei Shirt verwurstet, beide waren damals aus Viskosejersey ( zeige ich hier bestimmt, wenn mir mal die Nähprojekte ausgehen).

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Copyright: Burda

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Copyright:Burda

Durch diese Shirts wusste ich auch, was ich gern am Schnitt ändern würde : die Taille um zwei Zentimeter nach unten setzen und das Shirt unten etwas schmaler werden lassen, als im Schnitt angegeben; den Halsauschnitt um drei Zentimeter vergrößern, die Ärmel um mindestens 14 cm verlängern. Letzteres auch aus dem Grund, weil der Stoff (110cm Breite) nicht bis zum vorgegebenen Ärmelende reichte, zwei Zentimeter auf jeder Seite haben so gefehlt. Außerdem habe ich hinten Rücken eine zusätzliche Naht eingebaut, erstens weil ich finde, dass die Teile dann oft im Rücken besser sitzen und zweitens, weil sonst die Vögel auf dem Kopf geflogen wären 🙂

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Der Zuschnitt war schnell gemacht und zack saß ich an der Ovi. Die erste Anprobe war doch überraschend. Hatte ich doch von den Viskoseteilchen in Erinnerung, dass die recht locker saßen. Mensch, geht ja hier gar nicht, ist doch ein weniger dehnbarer Jersey nun. Aber das Shirt passte trotzdem. Ganz vorsichtig hab ich mich nach der ersten Anprobe zum Hausherren geschlichen um die erste Reaktion abzuwarten. Und siehe da, ihm fiel gleich mein Oberteil auf     “ Das sieht ja gut aus ….und so schnell fertig“. Das Grinsen auf meinem Gesicht wurde immer breiter, da ich das Shirt da bereits ins Herz geschlossen hatte. Also fix zur Maschine zurück, Bündchen ausgemessen und dann den Beleg für den Halsausschnitt.

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Hier wollte ich dieses Mal kein „typisches“ Bündchen, sondern einfach einen ordentlichen Saum. Das habe ich mal bei einem Kleid vernäht und wollte es wieder probieren. Es steht leider von innen etwas ab und ich habe nachträglich Formband untergebügelt. Bei solchen zukünftigen Aktionen werde ich mir merken, immer zuerst Formband einbügeln, dann stimmt es auch sofort und nicht erst nach 1000mal glatt bügeln und dann Mini-Schnipsel-Vlieseline ausschneiden und vorsichtig drunterlegen und so bügeln, dass kein Formband unten rausguckt oder am Bügeleisen klebt.

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Tja, ich kann mich nur wiederholen. Ich liebe das Shirt und habe es stolz und mit einem breiten Grinsen heute auf der Arbeit ausgeführt. Was habe ich mich über jeden Blick auf mein Shirt gefreut. Es wird Zeit, dass meine Labels kommen. So langsam traue ich mich, diese sichtbar auf der Kleidung anzubringen.

Das war´s für heute.

verlinkt zum MMM

Versuch macht klug

Im Juli hatte ich mir auf dem Stoffmarkt einen Birch Stoff gegönnt. Ich gebe zu, ich war etwas im Rausch und „musste“ den Stoff noch unbedingt haben. Ihr wisst was ich meine? Man steht an diesem Stand und beim Anblick des Stoffes fallen Millionen Dinge ein, die mit genau diesem Stoff genäht werden wollen. Und wenn er dann zu Hause liegt, gewaschen und doch etwas kürzer ist als gedacht ( man will ja nicht zu viel Geld ausgeben, weil es gibt ja noch mehr und ach, die Meter werden schon reichen…), weiß man plötzlich nicht mehr so recht, was doch gleich genäht werden wollte.

So ging es mit mit diesem Stoff. Zu Anfang war mir klar, dass es ein Shirt werden würde. Mhm, aber Ocker ( sagt der Mann) für ne Blondine? Näh, das passt nicht. Und so ganz überzeugt war ich auch nicht mehr. Also, ist er erstmal wieder im Regal verschwunden.

Nun kam mir die Idee, dass ich ja doch schon etwas in Richtung herbstliche Mode machen könnte, die aber immer noch farbenfroh ist. Da fiel mir wieder der Stoff in die Hände und dazu die Rockidee. Mal eben, so nebenbei und mit halben Gedanken, durch verschiedene Blogs gescrollt und von jedem ist ein bisschen hängen geblieben. Und- naja, ich finde, das sieht man auch. Der Rock ist irgendwie nicht ganz durchdacht. Ein bisschen zu weit oben, ein bisschen zu lang unten und ein wenig zu viel Falte im Hintern. Wären Abnäher doch besser gewesen?!!

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Aber wie hab ichs gemacht? Dickste Rundung ausgemessen, 1cm addiert, damit es nicht zu eng ist (hatte ich gelesen). Dann gewünschte Länge zugeschnitten plus ein paar Sicherheitszentimeter ( die jetzt total überflüssig sind). Die Seiten waren mit der Ovi schnell genäht. Oben habe ich den Stoff einmal umgeschlagen und in den Zwischenraum ein dickes elastisches Gummiband eingenäht, dadurch ist der Rock zwar enger geworden, aber auch faltiger. Der Saum wurde mit ner Zwillingsnaht versäubert.

Und die Moral aus der Geschicht? Gründlich überlegen, was ich wirklich nähen will; für ein erstes Experiment vielleicht nicht gerade den gut gehüteten ( für-was-Besonderes) Stoff verwenden; mutig sein und das ganze nochmal aufmachen und ausbessern….Und das, liebe Leserinnen, zeige ich Euch einandermal!

Aber irgendwie gehörts doch zum Creadienstag, weil die Grund-Kreativität war ja da 😉

Handmadeontuesday